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Zur Aktualität Hitlers
Flugschrift anlässlich des antisemitischen Aufmarsches am 4. Juni 2010 in Wien

„Wenn es dem internationalen Finanzjudentum in und außerhalb Europas gelingen sollte, die Völker noch einmal in einen Weltkrieg zu stürzen, dann wird das Ergebnis nicht der Sieg des Judentums sein, sondern die Vernichtung der jüdischen Rasse in Europa!"
Hitler, Januar 1939

„Israel betreibt eine Politik der Selbstzerstörung."
Die Zeit, Juni 2010

Vorweg möchten wir kurz die Ereignisse schildern, welche der antisemitische Mob, gegen den wir heute demonstrieren, dieses Mal als Aufhänger für seine Aktivitäten heranzieht:

1.  Israel und Ägypten haben vor einer ganzen Weile beschlossen, den Gazastreifen zu blockieren, da seine Bewohner die unerfreuliche Angewohnheit hatten und haben, sich Raketen zu besorgen und diese auf israelische Städte zu schießen.

2. Als sich am Montag eine von der islamische Terroristen unterstützenden NGO IHH angeführte Flotte der Seeblockade näherte, wurde sie von der israelischen Marine aufgefordert, entweder umzukehren, oder den israelischen Hafen in Ashdod anzusteuern, von wo aus die geladenen Güter nach einer Sicherheitsüberprüfung auf dem Landweg in den Gazastreifen transportiert werden sollten. Diese Aufforderung und weitere Warnungen wurden ignoriert.

3. Israelische Soldaten seilten sich auf das Schiff ab und wurden sofort mit Metallstangen, Messern und Molotov-Cocktails angegriffen, wogegen sie sich versuchten zu verteidigen, ohne von Schusswaffen Gebrauch zu machen.

4. Nachdem mindestens einem Soldaten seine Schusswaffe entwendet und auf die Soldaten geschossen wurde, erwiderten sie das Feuer. Hierbei wurden mindestens sechs israelische Soldaten zum Teil schwer verletzt, mindestens zehn Angreifer getötet und weitere verletzt.

5. Die Passagiere wurden, wie auch jene Passagiere der Begleitschiffe, die die Identifikation und sofortige Ausreise verweigerten, in Israel vorübergehend ins Gefängnis gebracht.

Jeder, der zur Beurteilung dieser Vorfälle andere Maßstäbe als seinen antisemitischen Wahn verwendet, kommt möglicherweise zu dem Schluss, dass das israelische Militär die Gewaltbereitschaft der Besatzung der Mavi Marmara falsch eingeschätzt hatte, was zu dem inakzeptablen Ergebnis führte, dass bei der Aktion mehrere Soldaten Verletzungen erlitten. Vor allem muss er feststellen, dass die Türkei der IHH, einer weltweit operierenden militant-islamischen Organisation, die unter anderem Verbindungen zu Al Qaida unterhält, bei diesem Angriff auf Israel logistisch und finanziell half.  Der türkische Ministerpräsident Erdogan, der Israel eines „blutigen Massakers“ bezichtigte, beschrieb die Maßnahmen der israelischen Armee gegen die aus der Türkei kommende Propagandaflotte als Angriff „auf internationales Recht, das Gewissen der Menschheit und den Weltfrieden“. Er ist ein Islamnazi in der Tradition Arafats und Ahmadinejads, der sich den am Montag von Syriens Präsidenten Baschar al-Assad geäußerten Kriegsdrohungen anschloss, als er an die israelische Bevölkerung gerichtet verlauten ließ, dass „es [das Entern der Mavi Marmara durch israelische Soldaten] den Interessen Israels und Eurem Frieden und Eurer Sicherheit schadet“. Erdogan hat es unter bislang erfolglosem Widerstand seitens der kemalistischen Überreste im Militär- und Verwaltungsapparat geschafft, die Türkei auf dem Weg zu einer Führungsrolle in der islamischen Welt Ländern wie Iran und Venezuela anzuschließen, die aktiv den islamischen Krieg gegen die Juden unterstützen.

Da die Verwendung solcher nicht antisemitischen Maßstäbe – ganz besonders in Europa - jedoch eine Ausnahme darstellt, sahen die Reaktionen ein wenig anders aus. Die ganze Woche schon finden überall auf der Welt antisemitische Ausschreitungen statt, die von der Hetze der Regierungsvertreter und der Medien begleitet und angespornt werden. Als repräsentatives Beispiel für den Rest der kompletten Parteien- und Medienlandschaft Österreichs sei Gudrun Harrer, ihres Zeichens Kommentarspaltenantisemitin des Standard, genannt. Sie ist erschüttert über Israels „Lust am Eskalieren“ und tat am Montag in einem mit diesen Worten überschriebenen Artikel (1) kund, wie wenig sie es nachvollziehen kann, dass Juden sich gegen Fanatiker, die sie zu ermorden suchen, verteidigen, anstatt sich umbringen zu lassen, um dann als toter Jude endlich jede Menge Freunde wie Frau Harrer zu haben.

Die IHH und die Fangemeinde der Hamas, die sich „Free Gaza“ nennt, werden allerorten als Hilfsorganisationen beschrieben; wobei da aber geholfen wird, nämlich beim Judenmord, wird genauso fleißig verschwiegen, wie die getöteten Jihadisten zu „Zivilisten“ und „Unschuldigen“ umgelogen werden. Statt von der Türkei fordert man allen Ernstes von Israel Erklärungen für den Vorfall und verurteilt Israel wieder einmal in einem UN-Gremium nach dem anderen, gefolgt von der ganzen Palette der Menschenrechtsorganisationen, die stets auf ein Neues ausführen, dass ihre Menschenrechte für Juden nicht gelten.

Die Obama-Regierung hat zuletzt am Freitag erneut bekräftigt, dass auch die Zeiten, als wenigstens die USA an der Seite Israels standen, zu Ende gehen und die Annäherung an den Islam fortgesetzt wird.  Am vergangenen Freitag bei der Nuclear Proliferation Treaty Review Conference starteten 189 Staaten, darunter die USA, einen mit den Durban-Spektakeln vergleichbaren politischen Angriff auf Israel, indem sie jene anti-israelische und dementsprechend pro-iranische Resolution verabschiedeten, deren einziger Zweck es ist, schon vorab den bevorstehenden israelischen Militärschlag gegen iranische Atomanlagen zu delegitimieren. (2)

Der Krieg um die Meinung der Welt ist vorbei. Israel hat ihn längst gegen die Antisemiten aller Länder verloren. Den passenden Kommentar zu dieser Feststellung schrieb ein Teilnehmer einer pro-israelischen Demonstration am vergangenen Dienstag in New York unter seine Israel-Flagge:

„It’s better to have a Jewish State that’s hated by the whole world than an Auschwitz that’s loved by it.”

(3. Juni 2010)

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Anmerkungen:

(1) http://derstandard.at/1271377887870/Lust-am-Eskalieren

(2) Ausführlicher hierzu: Caroline B. Glick, Our World: Ending Israel's losing streak, Jerusalem Post, 01.06.2010.